Ursachen von Haarausfall, Diagnose

Haarausfallprobleme können beide Geschlechter betreffen. Haare spielen beim Aussehen einer Person eine Hauptrolle – seien Sie ein Mann oder eine Frau. Das Haar bestimmt in hohem Maße die Eigenschaften des Gesichts. Durch sorgfältige Auswahl und Pflege einer Frisur können Sie attraktiver und selbstbewusster werden.

Wann sollten wir uns um unseren Haarausfall sorgen? – Gründe, Erklärungen

Der Verlust von 100-150 Haaren pro Tag wird als normal angesehen und ist eine natürliche Veränderung des Haares. Solange die follikulären Einheiten, also die Haargruppen, gesund und intakt sind, gibt es keinen Grund zur Sorge. Haarausfall von mehr als 150 Haaren täglich durchschnittlich, ist problematisch und sollte behandelt werden.

Haarausfall kann ein vorübergehender oder langfristiger Prozess sein. Temporärer Haarausfall ist leicht zu behandeln, wenn wir die Ursachen erkennen.

Haarausfall außerhalb des normalen Bereichs zeigt an, dass ein abnormaler Prozess im Körper stattfindet. Der Haarausfall kann auf einen Mangel an hormonellem Gleichgewicht, Krankheiten oder äußere Einflüsse zurückzuführen sein – zum Beispiel auf Medikamente oder Vergiftungen.

Ursachen des Haarausfalls:

Die häufigste Ursache für Haarausfall, Haarausdünnung und Kahlheit ist genetisch bedingt, d.h. eine vererbte Veranlagung für männlichen oder weiblichen Haarausfall. Dazu kommen Effekte des Lebensstils und Ernährungsfaktoren, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Aber der Haarausfall kann auch eine komplexe Auswirkung bei Vorliegen mehrerer Krankheiten sein. Haarausfall kann das Symptom eines kurzzeitigen Ereignisses sein, nach dem das Haar wieder nachwächst. Einige Beispiele hierfür sind Stress, Schwangerschaft oder die Nebenwirkung eines bestimmten Arzneimittels.

Verschiedene Hormone, Medikamente und Krankheiten können das Wachstum, den Zustand und Verlust der Haare beeinflussen. Nachdem die Ursachen entdeckt und behandelt wurden, kehren die Haare zu ihren normalen Wachstums- und Ausfallraten zurück. Die Ursache für Haarausfall kann medizinisch gesehen recht einfach sein, wie zum Beispiel ein entzündetes Follikel – oder eine allergische Reaktion.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Ursachen für bestimmte Arten von Haarausfall, einschließlich der häufigsten hormonellen androgenen Kahlheit, sind teilweise bereits bekannt. Aus diesem Grund gibt es Formulierungen mit bewährten klinischen Studien, die sich mit den tatsächlichen Ursachen von Haarausfall befassen, aber keine von ihnen bietet eine vollständige Lösung und ihre Auswirkungen können von Person zu Person variieren.

Generell verlangsamen oder stoppen die in unserer Klinik äußerlich angewandten Haarwässer, Shampoos, Vitamine sowie die innere Medizin und regenerative Therapien bzw. die PRP-Therapie den Haarausfall bei beiden Geschlechtern. Die von uns empfohlenen Therapien eignen sich auch zur teilweisen Wiederherstellung der Haare. Für den durch androgene Glatze verursachten, stärkeren Haarausfall jedoch führt vorerst nur eine Haartransplantation zu einem echten, natürlichen Ergebnis.

Androgener, also auf Sexualhormonen basierender Haarausfall – in der Alltagssprache männlicher Haarausfall – ist für 90-95% des männlichen Haarausfalls verantwortlich. Dies betrifft ca. 40% der 35-jährigen Männer. Die Anzahl der Männer mit Haarausfall Anfang Fünfzig beträgt bereits 55%.

Betroffene Haarfollikel reagieren empfindlich auf ein bestimmtes Sexualhormon, das Dihydrotestosteron (DHT). Die Haarfollikel werden aufgrund des Vorhandenseins dieses Hormons immer kleiner. Dies verkürzt den Lebenszyklus der Haarfollikel und damit des Haares.

Infolgedessen beginnen die follikulären Einheiten, die das terminale Haar wachsen lassen, Vellus- oder Babyhaare zu produzieren. Diese Haarfollikel produzieren im Endstadium überhaupt kein normales Haar mehr.

Charakteristisches Merkmal ist das typische Zurückgehen des Haaransatzes – gemäß der Norwood-Skala – und das gleichzeitige Ausdünnen am Oberkopf. Am Ende des Prozesses, der auch von der Hormonsensitivität des Individuums abhängt, ist oft nur ein hufeisenförmiger Bereich in der Nähe des Nackens mit Haaren übrig.

Warum fallen Haare in diesem Bereich nicht aus?

Aus diesem hufeisenförmigen Bereich fallen keine Haare aus, da die Haare hier resistent gegen das DHT sind. Dieses genetische Merkmal wird deshalb bei der Haartransplantation genutzt.

Weiblicher Haarausfall:

Haarausfall bei Frauen liegt, aufgrund hormoneller Ursachen, bei etwa 80-85%. Ereignisse, die die weiblichen Hormone beeinflussen, wie Eierstockkrebs, die Einnahme männlicher, hormonhaltiger Verhütungsmittel, Schwangerschaft, Wechseljahre oder vorübergehende hormonelle Veränderungen, sind hierfür verantwortlich. Bei den verbleibenden 15-20% der Frauen können Stress, entzündliche und immunbedingte Ursachen zugrunde liegen.

Ähnlich wie bei Männern, ist bei Frauen mit androgenem Haarausfall das Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) für die Miniaturisierung der Haarfollikel verantwortlich. Die meisten Frauen haben keine Glatze, leiden jedoch am ganzen Kopf an einem sogenannten diffusen Haarausfall. So ist zwar der gesamte Kopf der Frauen von Haarausfall betroffen, spärliche Stellen sind jedoch relativ selten, da das Haar insgesamt dünner wird. Dies wird durch Androgene – männliche Hormone – verursacht, obwohl diese im weiblichen Körper nur in geringen Mengen vorkommen.

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