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Die Zahl der benötigten Grafts gehört oft zu den ersten Fragen, wenn jemand über eine Haartransplantation nachdenkt. Das ist verständlich, denn man würde gern im Voraus wissen, wie umfangreich der Eingriff sein wird. Eine im Internet gefundene Graftzahl oder eine allgemeine Tabelle sagt jedoch wenig darüber aus, was im Fall des jeweiligen Patienten tatsächlich erreichbar ist.
Für die Planung muss nicht nur bestimmt werden, wie große Fläche wir transplantieren möchten. Man muss den vorhandenen Haarbestand, die Eigenschaften der Haare, die gewünschte Dichte kennen und wissen, wie viele Grafts sich aus dem Spenderbereich sicher entnehmen lassen.
Ein Graft ist eine zur Transplantation vorbereitete Follikeleinheit, die ein oder mehrere Haare enthalten kann. Daher bedeuten zum Beispiel 2000 Grafts nicht 2000 Haare: Die tatsächliche Zahl der verpflanzten Haare kann sogar höher sein.
Das ist wichtig, weil das Ergebnis einer Haartransplantation nicht allein von der Zahl der Grafts bestimmt wird. Dicke, Farbe und Struktur der Haare, die Zahl der Haare pro Graft und ihre Verteilung können gleichermaßen beeinflussen, welche Abdeckung und welche optische Dichte erreichbar sind.
Wenn Sie der Unterschied genauer interessiert, erklären wir in einem eigenen Artikel, was ein Graft bedeutet und wie er sich von einem Haar und einem Haarfollikel unterscheidet.
Bei der Planung einer Haartransplantation zählen außerdem die Größe des haarlosen oder ausdünnenden Bereichs, der Zustand des vorhandenen Haares und die Qualität des Spenderbestands. Bei zwei ähnlich großen oder ähnlich geformten Haarverlustbereichen können daher ganz unterschiedliche Graftzahlen und Operationspläne angezeigt sein.
Eine kleinere Schläfenkorrektur und die Behandlung eines ausgedehnteren Haarverlusts können einen völlig unterschiedlichen Graftbedarf mit sich bringen. Es ist auch nicht egal, ob das Ziel die Gestaltung eines neuen Haaransatzes oder die optische Verbesserung der Dichte des vorhandenen, ausdünnenden Haares ist.
Die erforderliche Graftzahl wird von mehreren Faktoren gemeinsam bestimmt: der Größe des zu behandelnden Bereichs, der Dichte des vorhandenen Haares, den Eigenschaften der Haare, dem gewünschten Ergebnis und dem verfügbaren Spenderbestand.
Die Kapazität des Spenderbereichs ist jedoch begrenzt. Außerdem kann die androgenetische Ausdünnung im eigenen, nicht transplantierten Haar später weiter fortschreiten. Deshalb ist es nicht das Ziel, bei einer Operation möglichst viele Grafts zu entnehmen, sondern den Spenderbestand langfristig zu planen.
Neben der Behandlung des aktuellen Haarverlusts muss auch abgewogen werden, wie viel Spenderbestand für einen möglichen späteren Eingriff erhalten bleiben sollte.
Anhand von Fotos lässt sich ein erster Eindruck von der Ausdünnung gewinnen, doch für einen genauen Operationsplan ist eine detailliertere Zustandsbeurteilung nötig.
Bei der TrichoLab-3D-Planung der Haartransplantation von HairHungary ergänzen wir die persönliche Untersuchung um messbare Daten. Mit dem System lassen sich unter anderem die Haardichte, die Dicke der Haare und ihre Unterschiede je nach Bereich sowie der Zustand von Spender- und Empfängerbereich detaillierter beurteilen.
Diese Informationen helfen festzulegen, welche Graftzahl für den jeweiligen Bereich ungefähr angezeigt sein kann und wie viel vom Spenderbestand genutzt werden kann, sodass dessen ästhetischer Zustand auch langfristig erhalten bleibt.
Die Berechnung ist jedoch nicht allein Aufgabe eines Geräts. Die gemessenen Daten müssen mit den Voraussetzungen des Patienten, dem erwarteten Verlauf der Ausdünnung und dem angestrebten Ergebnis abgeglichen werden.
Der eine möchte vielleicht vor allem seinen Haaransatz wiederherstellen, während für einen anderen die Ausdünnung am Oberkopf das größere Problem ist. Wenn der verfügbare Spenderbestand nicht erlaubt, alle Bereiche mit gleicher Dichte zu behandeln, müssen Prioritäten festgelegt werden.
Deshalb gibt es keine „ideale Graftzahl“, die für jeden gilt.
Wenn wir bestimmt haben, ungefähr wie viele Grafts nötig sind und sicher genutzt werden können, ist der nächste wichtige Schritt ihre präzise Entnahme.
Bei der in der HairHungary-Klinik angewandten Trivellini-FUE-Haartransplantation lassen sich die Parameter der Entnahme der Haarfollikeleinheiten an die individuellen Haar- und Hautvoraussetzungen anpassen. Das System unterstützt auch die Nachverfolgung der Zahl der entnommenen Grafts während des Eingriffs.
Das Gerät allein bestimmt jedoch nicht, wie viele Grafts nötig sind, und auch nicht, wohin sie gesetzt werden sollen. Dafür ist ein vor der Operation erstellter, individueller Plan erforderlich.
Für einen natürlichen Effekt müssen auch die Form des Haaransatzes, die Verteilung der Grafts, die Implantationsdichte sowie die natürliche Wuchsrichtung und der Wuchswinkel der Haare berücksichtigt werden.
Dieselbe Graftzahl kann je nachdem, auf welcher Fläche und in welcher Verteilung sie eingesetzt wird, ein unterschiedliches Ergebnis liefern.
Bei der Gestaltung des Haaransatzes ist zum Beispiel ein natürlicher Übergang besonders wichtig, während bei einem größeren Bereich am Oberkopf eine andere Dichte- und Verteilungsstrategie angezeigt sein kann. Die verfügbaren Grafts werden daher nicht einfach im haarlosen Bereich „verteilt“.
Ziel ist es, mit einer an individuelle Voraussetzungen und Prioritäten angepassten Verteilung aus dem verfügbaren Spenderbestand ein natürlich wirkendes Ergebnis zu erzielen.
Die Vorher-Nachher-Ergebnisse von Haartransplantationen können auch gut veranschaulichen, welche Veränderung bei unterschiedlichen Ausgangszuständen und Graftzahlen erreichbar ist.
Auf die Frage „Wie viele Grafts werden benötigt?“ gibt eine einzelne Zahl allein also keine angemessene Antwort. Ebenso wichtig ist zu wissen, welchen Bereich wir behandeln möchten, welche Dichte erreichbar ist, was der Spenderbestand zulässt und wie viel Reserve für die Zukunft erhalten bleiben sollte.
Gerade deshalb sollte bei der Beratung vor der Haartransplantation nicht nur die zu erwartende Graftzahl bestimmt werden. Gemeinsam mit dem Patienten muss auch besprochen werden, welche Bereiche Vorrang haben, wie die Grafts verteilt werden und welches Ergebnis beim gegebenen Spenderbestand als realistisch gelten kann.
Die Graftzahl wird erst dann zu einer wirklich nützlichen Angabe, wenn wir auch wissen, warum genau diese Zahl an Grafts nötig ist, woher sie sich sicher entnehmen lassen und wie wir sie einsetzen.
Die erforderliche Graftzahl ist bei jedem einzigartig, daher kann eine genaue Antwort erst nach der Beurteilung von Haarbestand und Spenderbereich gegeben werden. Fordern Sie einen Rückruf an, und unsere Mitarbeiter helfen Ihnen beim nächsten Schritt!
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